Wohn Riester Besteuerung

Zum Riester-Rente Vergleich!

In der Auszahlungsphase sind alle Riester Renten steuerpflichtig. Allerdings nur mit den im Rentenalter gültigen persönlichen Einkommenssteuersatz. Im Fall von Wohn-Riester ist natürlich keine normale Besteuerung eines monatlich eingehenden Rentenbetrags möglich, da der Sparer während der Rentenphase keine Geldleistungen erhält.

Das Riester Wohnförderkonto

Da keine monatlichen Rentenzahlungen vorliegen, wird ein „fiktives Wohnförderkonto“ geführt. Auf diesem werden der dem Förderungskonto entnommene Kapitalbetrag und/oder die getätigten Tilgungszahlungen (Baufinanzierung), sowie die Zulagen für die Berechnung der Steuerschuld erfasst. Der Gesamtbetrag des Wohnförderkontos wird mit jährlich 2% bis zum Renteneintritt „verzinst“. Die Zinsen werden als Ausgleich dafür erhoben, dass eine Nutzung des Kapitals bereits vor dem Renteneintritt möglich ist. Die Verzinsung ist in Relation zur Inflationsrate und für die Finanzierung des Wohneigentums zu zahlenden Zinsen äußerst Vorteilhaft!

Versteuerung des Wohnförderkontos

Der sich ergebende Gesamtbetrag des Förderungskontos inklusive Verzinsung ist nach dem Renteneintritt zu versteuern. Genauer gesagt: Das persönliche Einkommen erhöht sich in Höhe der aus der Auflösung des Wohnförderkontos entstehenden „fiktiven Einnahmen“.

Der Wohn-Riester Sparer kann wählen, ob er eine fortlaufende gleichmäßige Besteuerung bis zum 85. Lebensjahr wünscht oder eine einmalige Besteuerung. Entscheidet er sich für eine Einmalbesteuerung, dann werden nur 70% der Summe des Wohnförderkontos herangezogen. Der Förderungsberechtigte verpflichtet sich im Zuge der einmaligen Besteuerung die Immobilie mindestens 20 Jahre lang nicht zu verkaufen oder zu vermieten.

Steuerliche Folgen von Verkauf oder Vermietung bei Wohn Riester

Bei Verkauf oder Vermietung, ohne eine erneute Investition in Wohneigentum oder ein anderes Riesterprodukt, ist das in der Immobilie gebundene staatliche geförderte Geld (also der zu diesem Zeitpunkt noch „offene“ Betrag des Wohnförderkontos) zu versteuern. Lesen Sie hierzu auch den Abschnitt "Schädliche Verwendung bei Wohnriester" am Ende des vorherigen Beitrags. Ist das Wohnförderkonto bereits vollständig aufgelöst (85. Lebensjahr) kann das Wohneigentum förderungsunschädlich verkauft oder vermietet werden.

Wurde nach dem Renteneintritt eine Einmalzahlung gewählt, aber eine Mindesthaltedauer von 20 Jahren nicht eingehalten, und das Geld nicht wieder riesterfähig angelegt, dann sind auch die übrigen 30% fällig. Erfolgt der ersatzlose Verkauf bereits nach 10 Jahren ist das 1,5 fache des Betrags zu versteuern.

Steuerliche Folgen bei Tod des Förderungsberechtigten

Auch beim Tod des geförderten Riester Sparers muss das Wohnförderkonto, in entsprechender noch offener Höhe, beglichen werden. Der Betrag wird der letzten Steuererklärung des Verstorbenen zugerechnet. Ausnahme: Bei einer weiteren Selbstnutzung durch den hinterbliebenen Ehepartner, welcher die Steuerzahlungen normal fortführt, ist keine Rückzahlung der Riesterförderung zu leisten. Tritt der Tod des Geförderten nach dem Rentenbeginn ein und wurde eine steuerliche Einmalzahlung gewählt, ist keine weitere Besteuerung fällig.


Der tatsächliche Wert des Wohneigentums spielt für die Besteuerung keine Rolle! Selbst wenn deren Wert sich über die Jahre verdoppelt hat, ist nur der entsprechend verzinste Betrag des fiktiven Wohnförderkontos zu versteuern.

In welcher Höhe bzw. ob überhaupt eine reale Steuerzahlung fällig wird und ob die wählbare Einmalzahlung Vorteile bringt, hängt letztlich von der Einkommenshöhe der entsprechenden Person ab. Es gilt der normale persönliche Steuersatz der Person zum „Auszahlungszeitpunkt“. Bei Renteneintritt sollte hierfür am besten ein Steuerberater konsultiert werden.


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