Frauen sparen trotz Riester Rente zu wenig für private Altersvorsorge
21.07.2009 - Noch immer sind Frauen nicht so umfangreich durch eine private Altersvorsorge abgesichert wie Männer. Während Männer jährlich durchschnittlich etwa 715 Euro in ihre Riester-Rente Produkte einzahlen, sparen Frauen nur 545 Euro pro Jahr (inkl. aller staatlichen Zulagen). Im Rentenalter ergibt sich bezogen auf die Gesamteinkünfte eine noch deutlich höhere Differenz: Frauen im Alter von 65-70 Jahren erreichen ein durchschnittliches Nettoeinkommen von ca. 910 Euro, während Männer im gleichen Alter ein Einkommen von ca. 1630 Euro erhalten (Quelle:Test.de).
Die Ursache ist neben der privaten Altersvorsorge in einer niedrigeren betrieblichen Altersvorsorge und geringeren staatlichen Rentenansprüchen zu finden. So erhalten nur 6% aller Frauen eine betriebliche Altersvorsorge – ganze 20% mehr Männer haben entsprechende Einkünfte.
Die Riester-Rente wurde bei ihrer Entwicklung so angelegt, dass Sie einen Beitrag zur besseren Absicherung von Frauen leistet. Bei der Riesterförderung wurde entsprechend festgelegt, dass die Kinderzulage immer dem Riester Vorsorgekonto der Frau zugerechnet wird, wenn diese nicht ausdrücklich und auf schriftlichem Antrag dem Mann zugerechnet werden soll.
Ohne diese Regelung würde die genannte Spardifferenz noch deutlich größer ausfallen!
Die Riester-Rente ist eine personenbezogene Rente – auch bei Ehegatten spart also jeder für seine private bzw. persönliche Rentenvorsorge.
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